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Umzug vom Vereinigten Königreich nach Mallorca: die wichtigsten Schritte

Ein Umzug vom Vereinigten Königreich nach Mallorca erfordert eine abgestimmte Planung von Ansässigkeit, Wegzugs- und Zuzugsbesteuerung, Vermögen, Unternehmen und Familie. Entscheidungen und Erklärungen sollten erst erfolgen, wenn die britischen und spanischen Folgen gemeinsam geprüft sind.

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Lullius

Mallorca zieht Arbeitnehmer, Unternehmer, digitale Nomaden und Ruheständler aus dem Vereinigten Königreich an. Neben Lebensqualität und Infrastruktur spielen Änderungen des britischen Steuersystems eine Rolle, darunter das Ende des früheren Non-Domiciled-Regimes, höhere Kapitalertragsteuersätze und Änderungen bei der Business Asset Disposal Relief. Ein Wechsel des Wohnsitzes löst jedoch nicht automatisch eine günstige Gesamtbesteuerung aus.

Ansässigkeit und Sonderregime vorab prüfen

Zuerst ist festzulegen, ab wann die britische und die spanische steuerliche Ansässigkeit wechseln soll. Aufenthaltszeiten, Wohnmöglichkeiten, Familie und wirtschaftliche Interessen müssen zum geplanten Zeitpunkt passen. Bei einer möglichen Doppelansässigkeit weist das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Spanien und dem Vereinigten Königreich die Ansässigkeit anhand seiner Tie-Breaker-Regeln zu und koordiniert die Besteuerungsrechte.

Für bestimmte beruflich veranlasste Zuzüge kann das Zuzüglerregime nach Artikel 93 LIRPF, das Beckham-Regime, in Betracht kommen. Genannte weitere regionale Anreize, etwa die als „Mbappé-Gesetz“ bezeichnete Madrider Regelung, sind an eigene persönliche, berufliche und örtliche Voraussetzungen gebunden und nicht ohne Weiteres auf Mallorca übertragbar. Auch die Digital Nomad Visa ist aufenthaltsrechtlich und steuerlich getrennt zu prüfen.

Vermögen, Trusts und Unternehmen koordinieren

Spanische autonome Gemeinschaften unterscheiden sich bei Vermögen-, Erbschaft- und Schenkungsteuer erheblich. Die Wahl Mallorcas hat deshalb andere Folgen als ein Zuzug nach Madrid oder Katalonien. Spanische Ansässige werden grundsätzlich mit ihrem Welteinkommen und können mit ihrem weltweiten Vermögen erfasst werden; Meldepflichten für ausländische Vermögenswerte kommen hinzu.

Britische Trusts und andere Nachfolgeinstrumente verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil Spanien Trusts grundsätzlich nicht als eigenständige Rechtsträger anerkennt. Ausschüttungen, Kontrollrechte und ein späterer Erbfall können daher anders qualifiziert werden als im Vereinigten Königreich. Unternehmer müssen außerdem prüfen, wo Geschäftsleitung, Personal und Betriebsstätten liegen und ob ein Arbeiten von Mallorca aus die ausländische Gesellschaft in Spanien steuerpflichtig macht.

Fünf Schritte für einen kontrollierten Umzug

  1. Planung vor Einreichung: Steuer- und Verwaltungsformulare erst abgeben, wenn Zuzugsdatum, Ansässigkeit und Struktur abgestimmt sind.
  2. Grenzüberschreitendes Team: Britische und spanische Steuer-, Rechts- und Sozialversicherungsfragen gemeinsam bearbeiten.
  3. Gesamtvermögen erfassen: Immobilien, Depots, Beteiligungen, Trusts, Renten und Nachfolgeplanung in einer Übersicht zusammenführen.
  4. Beruf und Familie einbeziehen: Unternehmensführung, Arbeitsverträge, Schule, Wohnen und Aufenthaltsrecht zeitlich koordinieren.
  5. Regionale Folgen prüfen: Vor der endgültigen Standortwahl die balearischen Steuern und Vergünstigungen mit Alternativen vergleichen.

Fazit

Ein erfolgreicher Zuzug setzt voraus, dass die tatsächlichen Lebensverhältnisse die geplante Steuerposition tragen. Besonders wichtig sind der Zeitraum um den Ansässigkeitswechsel, die Behandlung britischer Vermögensstrukturen und die künftige Führung von Unternehmen. Eine dokumentierte Planung vor dem Umzug reduziert das Risiko widersprüchlicher Erklärungen und späterer Doppelbesteuerung.