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Warum britische HNWI nach Mallorca und Ibiza ziehen

Änderungen des britischen Non-Dom-Systems und größere steuerpolitische Unsicherheit veranlassen vermögende britische Familien, Unternehmer und Führungskräfte, Mallorca und Ibiza als Wohn- und Vermögensstandort zu prüfen. Entscheidend ist eine koordinierte UK-spanische Planung vor dem Zuzug.

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Lullius

London war lange ein bevorzugter Standort internationaler Privatvermögen. Die angekündigte Abschaffung des Non-Dom-Systems bis 2025, strengere Transparenzanforderungen und die Kontrolle ausländischer Strukturen haben jedoch viele UK High Net Worth Individuals (HNWI) dazu veranlasst, Ansässigkeit und Nachfolge neu zu bewerten. Die Balearen konkurrieren dabei nicht nur über Lebensqualität, sondern zunehmend über Infrastruktur und grenzüberschreitende Beratung.

Warum Mallorca und Ibiza attraktiv sind

Mallorca und Ibiza verfügen über internationale Schulen, hochwertige Gesundheitsversorgung, Premiumimmobilien und gute Verbindungen zu europäischen Finanzzentren. Gleichzeitig ist ein Netzwerk mehrsprachiger Rechts-, Steuer- und Finanzberater entstanden. Damit eignen sich die Inseln für Familien, deren Vermögen, Unternehmen und Angehörige über mehrere Staaten verteilt sind.

Spanien bietet außerdem das Zuzüglerregime/Beckham-Regime. Nach dem Ausgangstext werden qualifizierte spanische Arbeitseinkünfte mit 24 % besteuert, während die meisten ausländischen Einkünfte während eines Zeitraums von bis zu sechs Jahren außerhalb der spanischen Besteuerung bleiben können. Voraussetzung und tatsächlicher Umfang sind jedoch individuell zu prüfen. Das Digital Nomad Visa schafft zusätzlich einen Aufenthaltsweg für bestimmte international mobile Arbeitnehmer.

Britische und spanische Regeln zusammenführen

Ein Zuzug verändert nicht automatisch die britische Steuerposition. UK-Ansässigkeit, Split-Year Treatment, Trusts, Ausschüttungen, Erbschaftsteuer und Remittance-Sachverhalte müssen mit der spanischen Besteuerung von Welteinkommen und Vermögen abgestimmt werden. Der UK Desk koordiniert diese Fragen mit britischen Beratern und sorgt dafür, dass Erklärungen und Strukturmaßnahmen zeitlich zusammenpassen.

Besondere Vorsicht gilt Unternehmern und Führungskräften, die ihre Funktionen in britischen oder internationalen Gesellschaften nach dem Umzug fortführen. Werden wesentliche Entscheidungen dauerhaft von Spanien aus getroffen oder wird ein Homeoffice als fester Geschäftsort genutzt, kann eine spanische Betriebsstätte entstehen. Das kann nicht nur das Beckham-Regime gefährden, sondern auch Körperschaftsteuerpflichten der ausländischen Gesellschaft auslösen.

Zuzug als Gesamtprojekt

Aufenthaltsgenehmigung, Immobilienerwerb, Ansässigkeitswechsel, Vermögen und Nachfolge sollten in einer gemeinsamen Zeitlinie geplant werden. Aufenthaltszeiten, Arbeitsbeginn, Unternehmensleitung und Übertragung von Vermögenswerten müssen die beabsichtigte Position tatsächlich tragen. Bestehende Trusts oder Gesellschaften sind vor dem ersten spanischen Ansässigkeitsjahr aus spanischer Sicht zu prüfen.

Mallorca oder Ibiza können für britische Familien ein langfristiger Lebensmittelpunkt sein. Die Qualität dieser Entscheidung hängt jedoch weniger von einem einzelnen Steuersatz ab als von einer belastbaren Verbindung beider Rechtssysteme und einer dokumentierten Umsetzung vor und nach dem Umzug.