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Warum immer mehr US-Expats Spanien wählen: das Beckham-Regime

Immer mehr US-Amerikaner prüfen einen Umzug nach Spanien. Das Beckham-Regime kann dabei steuerliche Planbarkeit schaffen, doch die US-amerikanische Besteuerung nach Staatsangehörigkeit bleibt bestehen. Ohne abgestimmte Beratung können Trusts, Vorsorgekonten, Gesellschaften und der Einwanderungsweg unerwartete Doppelbelastungen auslösen.

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Attraktiv, aber keine Steuerfreiheit

Nach Angaben von Xavier Rubert verdreifachten sich die Anfragen US-amerikanischer Interessenten im ersten Quartal 2025 gegenüber November 2024. Das Zuzüglerregime nach Artikel 93 LIRPF besteuert Arbeitseinkünfte bis 600.000 Euro grundsätzlich mit 24 %. Darüber gilt ein Satz von 47 %. Voraussetzung ist unter anderem, dass in den fünf vorangegangenen Steuerjahren keine spanische Steueransässigkeit bestand.

US-Staatsangehörige bleiben dennoch gegenüber dem IRS erklärungs- und gegebenenfalls steuerpflichtig. Im Ausgangsbeispiel führt ein Einkommen von 335.000 Euro zu rund 80.000 Euro spanischer Steuer und weiteren ungefähr 16.000 Euro US-Bundessteuer. Die tatsächliche Belastung hängt stets von Einkunftsart, Wechselkurs, Anrechnung und persönlicher Situation ab. Eine Einführung bietet der Beitrag Beckham Law für US-Expats.

US-Strukturen treffen auf spanische Regeln

Ein US-Trust kann in Spanien transparent oder anders als in den USA eingeordnet werden. Auch 401(k), Roth IRA, Brokerage-Konten und Ausschüttungen aus US-LLCs müssen den spanischen Einkunfts- und Meldekategorien richtig zugeordnet werden. Das Regime ist kein sechsjähriger Urlaub von sämtlichen Pflichten: Weltweites Arbeitseinkommen bleibt grundsätzlich in Spanien steuerbar, während andere ausländische Einkünfte nach den besonderen Territorialitätsregeln zu prüfen sind.

Hinzu kommen Prüfungsrisiken. Die AEAT versendet nach den Erfahrungen des Beitrags teilweise bereits zwei bis drei Jahre nach dem Zuzug Nachweiseingaben. Geprüft werden insbesondere der genaue Beginn der Steueransässigkeit, die Ausübung von Organfunktionen aus Spanien und die Qualifikation von LLC-Zahlungen als Gehalt oder Dividende. Mehr dazu unter Steuerprüfungen zum Beckham-Regime und im Bereich Tax.

Einwanderung und Steuerwahl gleichzeitig planen

Nach dem Ende der Golden Visa bleiben für US-Bürger unter anderem Digital-Nomad-, Hochqualifizierten- und Unternehmervisa sowie eine lokale Anstellung. Jede Route hat eigene Nachweis- und Zeitvorgaben und kann den Zugang zum Zuzüglerregime beeinflussen. Steuer- und Einwanderungsanalyse sollten deshalb parallel beginnen. Informationen bündelt der US Desk.

Mallorca zieht Gründer, Führungskräfte und Filmschaffende an; einen Überblick gibt Mallorca für US-Private-Wealth-Mandanten. Neben Lebensqualität und Infrastruktur sind dort jedoch die balearischen Regeln zur Vermögensteuer und regionale Erklärungsschwellen einzubeziehen.

Die belastbare Umzugsakte

Vor dem Zuzug sollten Aufenthaltsstatus, Beginn der Tätigkeit, Wahlfrist, US- und spanische Einkünfte, Trusts, Gesellschaften und Vermögenswerte gemeinsam erfasst werden. Verträge, Reisetage, Organentscheidungen und Zahlungsflüsse müssen die gewählte Einordnung stützen. Die Startseite von Lullius führt zu den weiteren grenzüberschreitenden Beratungsbereichen. Entscheidend ist nicht der 24-%-Satz allein, sondern ein Gesamtmodell, das in beiden Staaten funktioniert.